10.09.2018Land fördert Fachhochschulen mit jährlich 3,1 Millionen Euro

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Wissenschaftsministerin Martina Münch hat heute in Potsdam gemeinsam mit der Präsidentin der Technischen Hochschule Wildau, Ulrike Tippe, und dem Präsidenten der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, Wilhelm-Günther Vahrson, das ‘Zukunftsprogramm für die Fachhochschulen des Landes Brandenburg‘ im Rahmen eines Pressefrühstücks auf Einladung der Regierungssprecher vorgestellt.

Wissenschaftsministerin Martina Münch betonte, dass mit dem neuen Förderprogramm die Fachhochschulen des Landes gestärkt werden sollen. Unsere Fachhochschulen stehen seit mehr als 25 Jahren für regionale Verankerung, sichern praxisnahe Lehre und anwendungsbezogene Forschung und sind wichtige Partner der regionalen Wirtschaft. Damit sind sie ein Schlüssel für die Landesentwicklung. Sie sind nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in den Regionen, sondern auch Motor für die Schaffung attraktiver Arbeitsplätze für hochqualifizierte Frauen und Männer, für die wirtschaftliche Entwicklung und für das gesellschaftliche Klima in unserem Land“, so Münch. „Mit dem Zukunftsprogramm setzen wir deutschlandweit einmalige Impulse und neue Maßstäbe: Wir wollen gezielt die Forschung und Lehre der Fachhochschulen stärken, ihre Attraktivität für den wissenschaftlichen Nachwuchs verbessern, ihre Wettbewerbsfähigkeit bei Forschungsvorhaben erhöhen und die Studierendenzahlen steigern. Das neue Förderprogramm ergänzt unsere bisherigen Bemühungen zur Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandortes Brandenburg: Mit unserer 2017 gestarteten Transfer-Offensive wollen wir die Zusammenarbeit von Wissenschaft mit Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft verbessern und den Wissens- und Technologietransfer stärken. Und mit dem deutlichen Ausbau der dualen Studienangebote wollen wir die berufliche und akademische Qualifizierung besser miteinander verknüpfen und den Fachkräftebedarf vor Ort gezielter decken. Dafür haben wir die Zahl dualer Studienangebote an unseren Hochschulen seit 2015 von 10 auf mittlerweile 32 mehr als verdreifacht.“

Ulrike Tippe, Präsidentin der Technischen Hochschule Wildau: In den letzten Jahren sind die Erwartungen und Anforderungen an Fachhochschulen sowohl in Studium und Lehre, Forschung und Transfer also auch bezogen auf ihre gesamtgesellschaftliche Verantwortung stark gestiegen. Allerdings haben sich die internen Strukturen und personellen Ressourcen nicht adäquat mitentwickelt und entsprechen aktuell nicht mehr diesen Herausforderungen. Das neue FH-Programm bietet aus meiner Sicht eine große Chance, die entstandenen Defizite zu kompensieren und die Rolle der Fachhochschulen im Land deutlich zu stärken. An der TH Wildau werden wir die uns damit zur Verfügung stehenden neuen Spielräume bestmöglich nutzen.

Wilhelm-Günther Vahrson, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: „Das Programm liefert einen wichtigen Impuls für die Stärkung der Promotionsmöglichkeiten an den Hochschulen. Wir werden es nutzen, langfristige Strukturen wie ein Promotionskolleg gemeinsam mit einem universitären Partner einzurichten. Dafür liefert uns das Programm einen ersten Kondensationskern, der weiterentwickelt werden soll.“

Mit dem bundesweit einmaligen Förderprogramm sollen die Attraktivität und die Wettbewerbsfähigkeit der Fachhochschulen mit unterschiedlichen Maßnahmen gezielt gestärkt werden. Dabei geht es um

  • die Stärkung der Karrierewege sowie der anwendungsbezogenen Forschung durch die Gründung von hochschulübergreifenden ‘Innovations- und Karrierecentern FH‘, die Bereitstellung von 12 Planstellen für Forschungs-Professuren, die Schaffung von 20 Promotionsstellen sowie die Möglichkeit, Post-Doc-Stellen einzurichten,
  • mehr Attraktivität der Fachhochschulen für hochqualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs und eine verstärkte Profilbildung durch eine bessere Ausstattung mit Planstellen für Professoren, etwa zur Entwicklung neuer Lehr- und Lernformate (z.B. E-Learning), in der Forschung oder im Transfer, sowie
  • die Stärkung der Strategiefähigkeit der Fachhochschulen und ihrer Schlagkraft im wissenschaftlichen Wettbewerb durch Personalausbau im Wissenschaftsmanagement, beispielsweise mit Stellen für strategisches Controlling, für den Aufbau einer effizienten Forschungsunterstützung oder für ein datenbasiertes Qualitätsmanagement.

Das Wissenschaftsministerium stellt im Rahmen des ‘Zukunftsprogramms für die Fachhochschulen des Landes Brandenburg‘ jährlich 3,1 Millionen Euro sowie 22 Planstellen für zusätzliche Professuren bereit. Hinzu kommen einmalig 2,4 Millionen Euro für die Unterstützung der hochschulübergreifenden Forschung sowie die Erstausstattung der Professuren. Bewerben können sich die vier Fachhochschulen in Wildau, Eberswalde, Brandenburg an der Havel und Potsdam sowie die Teile der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, die einen anwendungsbezogenen Schwerpunkt haben. Die Hochschulen haben Zeit, bis zum 4. Quartal ihre Anträge für die drei Förderlinien einzureichen. Nach einer Begutachtung unter Einbeziehung des Landeshochschulrats werden die Förderentscheidungen getroffen. Die Finanzierung startet ab 2019.

Weitere Informationen sowie die Fördergrundsätze des FH-Programms sind unter hier abrufbar.

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