26.07.2018Land fördert Kirchensanierungen in Bloischdorf und Senftenberg

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Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil hat heute in Bloischdorf im Landkreis Spree-Neiße und in Senftenberg im Landkreis Oberspreewald-Lausitz Zuwendungsbescheide für Kirchensanierungen überreicht. Für die Dorfkirche Bloischdorf stellt das Land aus der Denkmalhilfe 47.000 Euro bereit. Die Sanierung der Kirche St. Peter und Paul in Senftenberg wird mit 50.000 Euro aus Mitteln des Staatskirchenvertrages gefördert.

Anlässlich der Übergabe der Zuwendungsbescheide sagte Staatssekretärin Gutheil: „Kirchengebäude sind sowohl herausgehobene Orte des Glaubens und der Liturgie als auch bedeutende Zeugnisse der Kultur und Geschichte. Für viele Bürgerinnen und Bürger sind sie unabhängig von einer Religionszugehörigkeit Wahrzeichen des Ortes und Teil regionaler Identität. Mit der Denkmalhilfe fördert das Land die Sanierung und Restaurierung von Kulturgut und trägt dazu bei, dass Denkmale erhalten und hergerichtet werden können. Ebenso fließen Mittel aus dem Staatskirchenvertrag in Sanierungsmaßnahmen für Kirchengebäude. Damit geben wir Denkmalen Zukunft und bewahren wertvolles kulturelles Erbe für kommende Generationen.“

Weiter erklärte die Staatssekretärin: „Die Dorfkirche Bloischdorf erzählt von der wechselvollen Religionsgeschichte im südlichen Brandenburg und besitzt als eine der ältesten Landkirchen in der Region einen besonderen Denkmalwert. St. Peter und Paul in Senftenberg ist ein bedeutsames Denkmal des Kirchenbaus des 19. und 20. Jahrhunderts und heute das Zentrum der katholischen Gemeinde in der Stadt. Mit der Förderung der Sanierungen unterstützt das Land das Engagement der Gemeinden für den Erhalt ihrer Kirchengebäude.“

Die unter Denkmalschutz stehende spätmittelalterliche Dorfkirche in Bloischdorf entstand am Ende des 13 Jahrhunderts. Der hölzerne Glockenturm, schon seit dem 16. Jahrhundert bezeugt, ist südwestlich an die Kirche gebaut. Die im Turm hängende Glocke stammt aus dem Jahre 1663. Die heute vorhandenen Inventarstücke wurden bei einer Sanierung um 1725 aus dem Umkreis des Augustinerchorherrenstifts Sagan angeschafft.

Während der Reformationszeit wurde die Kirche evangelisch. Im Zuge der Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges wurde die Kirche wieder katholisch. Seit dem 1. Januar 2000 gehört die Kirche zur katholischen Pfarrei Spremberg. Die Kirche besitzt eine besondere historische Bedeutung: Bloischdorf war bis 1815 der westlichste Ort Schlesiens und unterlag damit der Gegenreformation. Die  Kirche wurde wieder katholisiert, ohne dass eine katholische Gemeinde entstand. Sie ist die einzige mittelalterliche katholische Dorfkirche in der Niederlausitz und im Land Brandenburg.

Die Grundsteinlegung der römisch-katholische Kirche St. Peter und Paul erfolgte am 1. Juni 1924; die Weihe am 25. Mai 1925. Im Rahmen des Kirchenbaus wurde damals die vorherige Kirche aus dem 19. Jahrhundert um Seitenschiffe erweitert, so dass die Außenwände der Vorgängerkirche die Säulen der neuen wurden. Hinzu kamen außerdem Turmbedachung und Altarraum. Von 1954 bis 1957 wurde der Altarraum umgebaut und von 1977 bis 1981 die Kirche umgestaltet. Es wurden Glasbetonfenster eingebaut, und die Kirche erhielt neue Bänke und eine neue Beleuchtung. Im Jahr 2002 wurde die Kirche erneut ausgemalt und erhielt ihr jetziges Aussehen.

Die Denkmalhilfe des Landes Brandenburg gibt es seit 2015. Im laufenden Jahr stehen dafür eine Million Euro bereit, mit der rund 30 Projekte gefördert werden.

Im Rahmen des Staatskirchenvertrages für die katholische Kirche stellt das Land Brandenburg jährlich Baumittel in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung.  

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