24.07.2018Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz: Präsidentin Münch begrüßt weitere Förderung für Sharing Heritage Projekte

Die Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch, begrüßt die heute bekannt gegebenen Entscheidungen der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, 24 weitere gesamtstaatliche Projekte im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres SHARING HERITAGE 2018 zu fördern: „Ich freue mich sehr, dass der
Bund seine Unterstützung für das Kulturerbejahr mit einer zweiten Förderrunde ausgeweitet hat und damit das Engagement der Länder, Kommunen, Kulturinstitutionen und der Zivilgesellschaft wirkungsvoll ergänzt. Die Ausweitung des Förderprogramms gibt ein wichtiges Signal, unsere SHARING HERITAGE-Initiative auch über 2018 fortzusetzen und
das bisher Erreichte auch nachhaltig weiterzuführen. Die ausgewählten Projekte bilden nicht nur die ganze Bandbreite des Europäischen Kulturerbejahres ab – sie zeichnen sich zudem durch eine hohe Breitenwirksamkeit, Innovationskraft und Vermittlungsqualität aus. Sie
passen somit auch hervorragend zu unseren Vorstellungen über den Umgang mit Kulturerbe, die wir jüngst auch im DNK-Appell formuliert haben."

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz hatte während einer Sondersitzung am 21. Juni 2018 im Rahmen des European Cultural Heritage Summits „Sharing Heritage – Sharing Values“ in Berlin den Appell „Unser Kulturerbe – unsere Zukunft“ verabschiedet. Hierin stellt das DNK fest, dass die Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe im Europäischen Kulturerbejahr 2018 eine neue Dynamik erfahren hat, die es nun zu nutzen gilt. „Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz sieht sich weiterhin als starker Motor und bedeutende Plattform, um die gesamtgesellschaftlichen Aufgaben des Erhalts, der
Weiterentwicklung und der Vermittlung des Kulturerbes mitzugestalten und weiter voranzubringen. Wir wollen unser Engagement hierbei weiter verstärken und qualifizieren. Gleichzeitig fordern wir alle anderen relevanten Akteure aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Wirtschaft auf, ebenfalls ihre Anstrengungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und
Verantwortungen zu intensivieren. Einen besonderen Fokus müssen wir dabei auf die Bereiche Vermittlung, Qualifizierung und Beteiligung legen. Besonders wichtig: Jedes Engagement muss auch mit dem notwendigen Personal und einer kontinuierlichen Finanzierung hinterlegt sein“, so Münch.

Der durch die Mitglieder des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz verabschiedete Appell „Unser Kulturerbe – unsere Zukunft“ ergänzt den im Rahmen des European Cultural Heritage Summits präsentierten Berlin Call to Action „Cultural Heritage for the Future of Europe“. Im Rahmen des Appells setzt sich das DNK weiterhin für die Verankerung der Kultur als Staatsziel im Grundgesetz ein.


Hintergrund:
Das Europäische Kulturerbejahr 2018 (Motto in Deutschland: ‘SHARING HERITAGE‘) wurde durch die Europäische Kommission ausgerufen und geht auf eine Initiative des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, des Bundes, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zurück. Der deutsche Beitrag orientiert sich an zwischen Bund, Ländern und Kommunen abgestimmten Themen unter der Grundidee ‘Das Europäische im Lokalen entdecken‘. Der deutsche Beitrag setzt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Vermittlung des Kulturerbes an Kinder und Jugendliche. Rund 350 Projekte und 1.500 hiermit verbundene Veranstaltungen sind bislang als offizielle Beiträge zum Europäischen Kulturerbejahr allein in Deutschland registriert. Bis Jahresende wird mit ca. 500 Projekten gerechnet. Rund 60 ausgewählte gesamtstaatlich bedeutsame Vorhaben werden durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Themenjahres mit insgesamt 7,8 Millionen Euro unterstützt.

Die digitale Plattform www.sharingheritage.de ist die zentrale Anlaufstelle für alle Aktivitäten rund um das Kulturerbejahr. Sie dient Interessierten zur Information über das Europäische Kulturerbejahr 2018 in Deutschland und stellt dar, was, wann und wo etwas im Rahmen des Jahres passiert. Darüber hinaus dokumentiert die Plattform bereits abgeschlossene Veranstaltungen und Projekte. Hier können sich alle Mitmacher – egal ob große geförderte Leuchtturmprojekte oder zivilgesellschaftlich Engagierte auf lokaler Ebene – wiederfinden, präsentieren und vernetzen.

Weitere Informationen:
www.sharingheritage.de

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