22.07.2018Ende der Dauerschau ist Startschuss für Neubeginn

Neues Fenster: Bild - HBPG / Blick in die Ausstellung Land und Leute - vergrößern ©christian.bimm.coers / HBPG

Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil hat heute in Potsdam ein Grußwort zur Finissage der Dauerausstellung ‘Land und Leute. Geschichte(n) aus Brandenburg‘ gesprochen und die zu Ende gehende ständige Schau als Erfolgsgeschichte gewürdigt. „Die Dauerausstellung zu Brandenburg vom Mittelalter bis zur Neugründung des Bundeslandes im Jahr 1990 hat in den vergangenen 15 Jahren mehr als eine halbe Million Besucherinnen und Besucher angezogen – das ist ein großartiger Erfolg. Zudem vermittelte das in Deutschland nahezu einzigartige Schüler-Bildungsprogramm ‘Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben‘ mehr als 70.000 Kindern aus Brandenburg und Berlin lebendige Einblicke in 1.000 Jahre Landesgeschichte. Für das außerordentliche Engagement und den großen Erfolg möchte ich dem gesamten Team der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH herzlich danken“, so Gutheil. „Das Ende ist gleichzeitig ein Neubeginn: Mit einem neuen Konzept soll an diese erfolgreiche Arbeit angeknüpft werden. Mit der Neuausrichtung sollen künftig weitere Zielgruppen angesprochen werden, partizipative und interaktive Elemente verstärkt und aktuelle Entwicklungen berücksichtigt werden. Der Standort der derzeitigen Dauerausstellung im Kutschstall soll umgebaut, aufgewertet und mit neuen Inhalten gefüllt werden. Ziel ist es, den denkmalgeschützten Kutschstall zu einem lebendigen Kulturort in Potsdam auszubauen, die Landesgeschichte und Kultur zeitgemäß zu präsentieren und attraktive Angebote kultureller Bildung zu entwickeln. Ich freue mich, dass es gelungen ist, dafür im Rahmen des Doppelhaushalts 2019/20 zusätzlich 1,5 Millionen Euro einzuplanen.“

Die 2003 eröffnete Überblicksausstellung zu Brandenburg vom Mittelalter bis zur Neugründung des Bundeslandes 1990 wird in den kommenden zwei Jahren völlig neu konzipiert und gestaltet. Unter dem Titel ‘Brandenburg.Ausstellung‘ sollen Leitfragen kultureller Identität aufgeworfen werden: Wie prägte Migration das Zusammenleben? Wie wandelte sich das Verhältnis zu Berlin? Wie schauen junge Brandenburgerinnen und Brandenburger heute auf ihre Heimat und wie unterscheidet sich das etwa von Fontanes Blick auf das Land? Neben klassischen Museumsexponaten erwarten die Besucher dann digitale Medien und interaktive Angebote. Eine ständige Aktualisierung und Vertiefung einzelner Facetten der Landesgeschichte soll durch die jährlichen Themenkampagnen von Kulturland Brandenburg einfließen. Die Neueröffnung der ‘Brandenburg.Ausstellung‘ ist für Oktober 2020 zum 30. Jubiläum der Wiederbegründung des Landes Brandenburg vorgesehen.

Nach der Finissage bleibt der Kutschstall wegen umfangreicher Bauarbeiten bis zum 21. August 2018 geschlossen. Unter dem Motto ‘Wegen Umbau geöffnet!‘ ist dann ab dem 22. August 2018 wieder das interaktive Potsdam-Modell zu sehen. Unter dem Titel ‘Intermezzo – Der Kutschpferdestall 1790 bis 2020‘ wird auf die Geschichte des authentisch erhaltenen Teils des barocken Stadtschloss-Ensembles zurückgeblickt und ein Einblick in die Zukunftsplanungen für das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gegeben.

Die Planungen für die Überblicksausstellung ist Teil der neuen Konzeption für die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gemeinnützige GmbH (BKG) und den weiteren Betrieb des denkmalgeschützten Kutschstall-Ensembles in Potsdam. Dieses soll von 2018 bis 2024 als partizipativer Erlebnisraum und als Zentrum für die Vermittlung von Landesgeschichte und Kultur neu ausgerichtet werden. Dabei sollen unter anderem der Einsatz neuer Medien verstärkt, die Aktivitäten von Kulturland Brandenburg sichtbarer gemacht und der Kutschstall als Informations- und Serviceort für Kulturtouristen entwickelt werden. Für die Weiterentwicklung der BKG sind allein im Rahmen des Doppelhaushalts 2019/20 zusätzlich rund 1,5 Millionen Euro eingeplant.

Die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, 2014 aus der Zusammenführung der Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gGmbH (HBPG) sowie des Kulturland Brandenburg e.V. (KLB) hervorgegangen, führt seit Jahren erfolgreich Projekte und Themenjahre durch, die sich mit der Geschichte und Kultur Brandenburgs auseinandersetzen.

Weitere Informationen: www.hbpg.de

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