18.07.2018Rund 50.000 Euro für den Schäferhof in Frehne

Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil besucht am Freitag, den 20. Juli, den Landkreis Prignitz. Dort übergibt sie einen Fördermittelbescheid in Höhe von 50.000 Euro im Rahmen der diesjährigen Denkmalhilfe für den denkmalgeschützten Schäferhof in Frehne und besucht die Museumsfabrik Pritzwalk und das Modemuseum Meyenburg.

Mit den Fördermitteln sollen die Fassade und das Dach des Schäferhofs in Frehne saniert werden. Bei dem Denkmal handelt es sich um einen zweigeschossigen Fachwerkbau mit Walmdach aus der Zeit um 1716, bei dem sich die Binnenstruktur des Hauses und baugeschichtlich wichtige Ausbauelemente fast vollständig erhalten haben. Der Schäferhof gehörte ursprünglich zum adligen Gut der Familie von Graevenitz in Frehne. Er wurde 2001 in das Denkmalverzeichnis des Landes Brandenburg aufgenommen. Nach langem Leerstand und Verfall wurde im vergangenen Jahr mit der denkmalgerechten Instandsetzung und Sanierung begonnen.

Im Rahmen des 2015 erstmals eingerichteten Förderprogramms Denkmalhilfe zur Sicherung von bedrohten Denkmalen steht in diesem Jahr erneut insgesamt eine Million Euro Landesmittel zur Verfügung. Damit können in diesem Jahr rund 30 dringende Sanierungs- und Sicherungs-Projekte gefördert werden. Das Kulturministerium stellt in diesem Jahr insgesamt rund 14,3 Millionen Euro für die Denkmalpflege bereit. Die Mittel fließen – neben der Denkmalhilfe – in die Kofinanzierung des Bundesprogramms zur Erhaltung national bedeutender Denkmale sowie an die Kirchen, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten und die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten für den Erhalt ihrer Bausubstanz. Insgesamt gibt es rund 24.500 eingetragene Denkmale im Land Brandenburg – davon rund 13.600 Bau- und Kunstdenkmale.

Die Museumsfabrik Pritzwalk ist das zentrale kulturhistorische Museum für die Stadt Pritzwalk und Umgebung. Es wurde 1954 als Kreisheimatmuseum Pritzwalk gegründet. Im Jahr 1998 übernahm die Gesellschaft für Heimatgeschichte Pritzwalk und Umgebung e.V. die Trägerschaft und eröffnete es 2002 in der Brauerei am Meyenburger Tor als Stadt- und Brauereimuseum Pritzwalk neu. In der benachbarten ehemaligen Tuchfabrik Gebr. Draeger entsteht derzeit ein neuer Museums­teil, der sich der zweiten Phase der Industrialisierung um 1900 widmet, die die Stadt Pritzwalk entscheidend geprägt hat. Beide Museums­teile sollen künftig als Museumsfabrik Pritzwalk miteinander verbunden werden. Das Kulturministerium fördert die Erarbeitung einer neuen Dauerausstellung im Rahmen des Museumsförderprogramms ‘Kulturelle Anker‘ mit 39.750 Euro.

Das Modemuseum Meyenburg ist Teil der Museen im Schloss Meyenburg. Das Schloss war vom 14. Jahrhundert bis zum Jahr 1914 Eigentum der Familie von Rohr. Der Bau aus dem 15. Jahrhundert wurde im 19. Jahrhundert im Stil der Neorenaissance umgestaltet. Im 20. Jahrhundert diente er unter anderem als SA-Sportschule, Lazarett, Flüchtlingslager, Kita und Schule. Seit 2006 sind dort neben dem Modemuseum Meyenburg auch das Heimatmuseum, die Stadtbibliothek und der Verein Freundeskreis Schloss Meyenburg untergebracht. Das Modemuseum zeigt Teile einer der umfangreichsten europäischen Modesammlungen des 20. Jahrhunderts, die von der Ost-Berliner Sammlerin Josefine Edle von Krepl zusammengetragen wurde. Auf drei Etagen werden mehr als 350 Kleider und Kostüme von 1900 bis in die 1970er Jahre gezeigt. Das Kulturministerium hat in den vergangenen Jahren die Sanierung des Schlosses mit 73.000 Euro und den Ankauf der privaten Modesammlung mit 500.000 Euro unterstützt. In diesem Jahr stellt das Kulturministerium 10.000 Euro für die technische Ausstattung des Modemuseums zur Verfügung.

Im Rahmen des Museumsförderprogramms ‘Kulturelle Anker‘ stellt das Kulturministerium in den Jahren 2017 und 2018 insgesamt 500.000 Euro bereit. Das Land setzt dabei einen Schwerpunkt auf Vorhaben mit landesweiter, überregionaler und internationaler Wirksamkeit, die die Museen qualifizieren und profilieren, die Kooperationen und Netzwerkbildung befördern und die kulturtouristische Infrastruktur weiterentwickeln. Die Museen sollen damit als wichtige Lern- und Bildungsorte sowie als Zentren der Kommunikation, Partizipation und gesellschaftlichen Auseinandersetzung gestärkt werden. Bislang wurden im Rahmen des Programms 28 Projekte im Land gefördert.

Termin: Freitag, 20. Juli, 13.00 Uhr

Ort:       Frehner Allee 13, 16945 Gemeinde Marienfließ, OT Frehne

Anlass:  Übergabe des Zuwendungsbescheids für die Sanierung des
              Schäferhofes

 

Termin: Freitag, 20. Juli, 11.00 Uhr

Ort:        Meyenburger Tor 3a, 16928 Pritzwalk

Anlass:  Besuch der Museumsfabrik Pritzwalk

 

Termin: Freitag, 20. Juli, 14.15 Uhr

Ort:        Schloss 1, 16945 Meyenburg

Anlass:  Besuch des Modemuseums Meyenburg

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