05.07.2018‘Rasch wächst das dürre Gras Vergessen‘

Neues Fenster: Bild - Kleist-Museum Frankfurt (Oder) - vergrößern Kleist-Museum Frankfurt (Oder) ©Horst Drewing

Wann:  Samstag, 07. Juli, 15.00 Uhr

Wo:      Kleist-Museum, Faberstraße 6/7, 15230 Frankfurt (Oder)

Was:    Kulturministerin Martina Münch spricht ein Grußwort zur Eröffnung der Ausstellung ‘Rasch wächst das dürre Gras Vergessen. Wieland Förster und Heinrich von Kleist‘ sowie zur Neueinweihung der Bronzeplastik ‘Penthesilea‘ des Bildhauers Wieland Förster im Garten des Kleist-Museums.

Der 1930 in Dresden geborene und in Wensickendorf (Landkreis Oberhavel) lebende Wieland Förster gilt als einer der bedeutendsten figürlichen Bildhauer in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Titel der Ausstellung ‘Rasch wächst das dürre Gras Vergessen‘ ist einer Gedichtzeile von Erich Ahrendt entlehnt. Wieland Förster will mit seinen Plastiken und Skulpturen an die Opfer von Gewalt und Verfolgung erinnern und sie dem Vergessen entreißen. Im Fokus der Ausstellung stehen plastische und grafische Werke, in denen sein Menschenbild sowie seine Verbindung zu Heinrich von Kleist aber auch zu anderen Autoren wie Erich Ahrendt, Elfriede Jelinek und Peter Huchel deutlich werden. Wieland Förster, der auch als Schriftsteller tätig ist, wurde 1946 von der sowjetischen Militäradministration verhaftet und bis 1950 im Speziallager Bautzen interniert. Das Land Brandenburg fördert die Ausstellung mit 8.150 Euro.

Die Bronzeplastik ‘Penthesilea‘ gehört zu einer Figurengruppe, die Wieland Förster in den 1980er Jahren gefertigt hat. Die zwei liegenden Torsi zeigen die wechselvolle Beziehung zwischen der Amazonenkönigin Penthesilea und ihrem Geliebten Achilles. Die Skulptur wurde im Jahr 2016 aus dem Garten des Kleist-Museums gestohlen. Mit Hilfe von Spenden konnte sie neu gegossen werden.

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