04.07.2018Neues Wohnheim für mehr als 300 Studierende

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Wissenschaftsministerin Martina Münch und Finanzminister Christian Görke haben heute den Grundstein für eine studentische Wohnanlage auf dem Campus der Universität Potsdam in Golm gelegt. Der Neubau des Studentenwerks Potsdam entsteht auf dem Areal eines alten Studentenwohnheims, das abgerissen wurde. In dem Neubau können zum Wintersemester 2019/20 insgesamt 308 Studierende unterkommen. Die Gesamtbaukosten liegen bei 16,9 Millionen Euro, rund 13 Millionen Euro stellt das Land bereit.

Wissenschaftsministerin Münch begrüßte den Neubau des Studentenwohnheims. „Potsdam ist mit drei Hochschulen und rund 25.000 Studierenden der größte Wissenschaftsstandort im Land: Jeder zweite Studierende lernt an einer der drei Hochschulen, Tendenz steigend. Ich freue mich, dass wir künftig mehr als 300 Studierende in einem neuen und zeitgemäßen Gebäude unterbringen können – 100 mehr als bisher“, so Münch. „Das Land stellt für den Bau und die Sanierung von drei Wohnheimen in Potsdam, Wildau und Frankfurt (Oder) insgesamt mehr als 26 Millionen Euro bereit. Damit machen wir deutlich, dass das Land seine Verantwortung für das studentische Wohnen ernst nimmt. Wir wollen jungen Menschen einen Anreiz bieten, sich für ein Studium in Brandenburg zu entscheiden – attraktiver und bezahlbarer Wohnraum ist hierfür ein wesentliches Kriterium.“

Der für die Liegenschaften des Landes zuständige Finanzminister Görke wies bei der Grundsteinlegung darauf hin, dass im Bereich des Studentenwerks Potsdam derzeit rund neun Prozent aller Studierenden mit einem Wohnheimplatz versorgt werden können. „Nach der Fertigstellung dieses Bauvorhabens werden es mehr als zehn Prozent sein. Damit liegen wir dann knapp über den Bundesschnitt“, unterstrich Görke. „Aber ich kann verstehen, wenn die Studierenden sagen: Das reicht nicht. Dass es nicht reicht, sehen wir daran, dass auch private Investoren zunehmend Wohnraum für Studentinnen und Studenten errichten. Natürlich werden dafür Preise verlangt, die sich längst nicht jede und jeder leisten kann. Auch deshalb unterstützt die Landesregierung das Studentenwerk, damit im Land Brandenburg Wohnraum zu bezahlbaren Preisen angeboten werden kann.“

Für das neue Wohnheim in Golm stellt das Land insgesamt 12,9 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Summe setzt sich zusammen aus

  • einem Investitionskostenzuschuss in Höhe von 7 Millionen Euro,
  • einem Darlehen aus dem Landeshaushalt in Höhe von 4 Millionen Euro sowie
  • einem Darlehen aus Wohnungsbaufördermitteln in Höhe von 1,9 Millionen Euro.

Die restlichen vier Millionen Euro zum gesamten Investitionsbedarf von insgesamt 16,9 Millionen Euro finanziert das Studentenwerk aus Eigenmitteln.

Aufgrund des Bedarfs an bezahlbaren Wohnheimplätzen unterstützt das Land Brandenburg auch an anderen Hochschulstandorten verstärkt die beiden Studentenwerke. In Wildau wird ein weiteres Wohnheim mit rund 115 Wohnplätzen errichtet. Für den mehrere Jahre dauernden Bau stellt das Land insgesamt rund 9,5 Millionen bereit. Zudem erhält das Studentenwerk Frankfurt (Oder) für die Sanierung eines Wohnheimes in der Kleist-Stadt in diesem Jahr 2 Millionen Euro und im kommenden Jahr 2,4 Millionen Euro.

Das Studentenwerk Potsdam stellt an seinen Standorten in Potsdam, Brandenburg an der Havel und Wildau derzeit rund 2.800 Studentinnen und Studenten Wohnraum zur Verfügung, das sind 9,5 Prozent der Studierenden. Das Studentenwerk Frankfurt (Oder) stellt an seinen Standorten in Frankfurt (Oder), Cottbus, Senftenberg und Eberswalde derzeit 3.800 Studentinnen und Studenten Wohnraum zur Verfügung, das sind 22,1 Prozent der Studierenden. Der Landesdurchschnitt liegt bei 13,7 Prozent, der Bundesdurchschnitt bei 9,6 Prozent.

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