01.07.2018Stärkung des Forschungsstandorts Lausitz

Heute starten offiziell die beiden Fraunhofer-Projektgruppen ‘Biofunktionalisierung/Biologisierung von Polymermaterialien‘ und ‘Pilzbasierte zellfreie Synthese-Plattformen‘ an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Damit wird der Forschungsstandort Lausitz weiter gestärkt. Seit Anfang des Jahres wird bereits die gemeinsame Projektgruppe ‘Adaptive integrierte Systeme‘ an der BTU in Cottbus gefördert. Diese Projektgruppe gehört zum Fraunhofer-Institutsteil Integrated Silicon Systems des Dresdner Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS, das in diesem Jahr in die Bund-Länder-Förderung aufgenommen wurde.

Wissenschaftsministerin Martina Münch begrüßt diese Entscheidung als wichtigen Erfolg und Stärkung des Forschungsstandorts in der Lausitz. „Die weitere Ansiedlung von Fraunhofer-Projektgruppen an der Brandenburgischen Technischen Universität stärkt den Forschungsstandort Lausitz. Mit dem Transfer der wissenschaftlichen Erfolge sollen insbesondere die Gründung und Stärkung von Firmen vor Ort vorangetrieben werden“, so Münch. Die erfolgreiche Förderung von anwendungsorientierter Forschung ist eine Investition in die Zukunft und trägt zur nachhaltigen Stärkung und Weiterentwicklung der Lausitz und darüber hinaus bei. Diese Entwicklung kann für weitere Forschungsaktivitäten beispielgebend sein, neue Impulse für wirtschaftliche Entwicklungen geben und einen wichtigen Beitrag für die Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze in der Region leisten – das ist gerade vor dem Hintergrund der Herausforderung der Strukturentwicklung in der Lausitz von zentraler Bedeutung.“

Die Fraunhofer-Projektgruppe ‘Biofunktionalisierung/Biologisierung von Polymermaterialien‘ des Fraunhofer Institutes für Angewandte Polymerforschung am Standort Senftenberg der BTU verfolgt das Ziel, Kunststoffe mit biologischen Funktionen auszustatten. Ein Beispiel betrifft die antimikrobielle Ausrüstung von Kunststoffoberflächen in kritischen Bereichen, wie Türklinken, Sitzflächen, Toilettenbrillen in Bahnzügen, Krankenhäusern oder Schulen. Auch wasser- oder ölabweisende Oberflächen durch Integration biologischer Bausteine in oder auf Kunststoffprodukte wären beispielsweise realisierbar. Auch weitere Produktanwendungen, etwa in der Bioanalytik, sind möglich. Das Land unterstützt das Projekt mit 2,5 Millionen Euro, die Laufzeit beträgt fünf Jahre.

Die Fraunhofer-Projektgruppe ‘Pilzbasierte zellfreie Synthese-Plattformen‘ des Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, Institutsteil für Bioanalytik und Bioprozesstechnik am Standort Senftenberg der BTU verfolgt das Ziel, neue biotechnologische Verfahren zur Produktion von hochwirksamen Proteinen zu entwickeln. Gereinigte Proteine spielen eine zunehmende Rolle als pharmakologische Wirkstoffe in der pharmazeutischen Industrie und als hochspezifische Biokatalysatoren für die Herstellung von Fein- und Spezialchemikalien in der chemischen Industrie. Das Land unterstützt das Projekt mit rund 5 Millionen Euro, die Laufzeit beträgt fünf Jahre.

Das Land Brandenburg setzt auf die Stärkung der angewandten Forschung und hat am 26. April 2017 ein gemeinsames ‘Memorandum of Understanding‘ mit der Fraunhofer-Gesellschaft unterzeichnet, um vor allem den Strukturwandel in der Bergbauregion Lausitz voranzutreiben. Damit soll insbesondere die Brandenburgische-Technische Universität Cottbus-Senftenberg in den Bereichen Biokunststoffe, Biotechnologie und Mikroelektronik gestärkt werden.

PM als pdf

Auswahl

Jahr
Rubrik


Zum Pressesprecher

Pressesprecher:
Stephan Breiding
Tel.: 0331 / 866 4566
Mobil: 0171 / 837 559 2
stephan.breiding@mwfk.brandenburg.de