05.06.2018ZALF legt Grundstein für neues Forschungsgebäude

Neues Fenster: Bild - Haus der Kulturbiomforschung (Animation) - vergrößern Südansicht Animation ©ZALF

Im Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e. V. (ZALF) wurde heute der Grundstein für das „Haus der Kulturbiomforschung“ gelegt. Dort sollen künftig vor allem der Einfluss von Mikroorganismen auf Pflanzenwachstum und Klimaveränderungen noch intensiver erforscht werden.  

Wissenschaftsministerin Martina Münch bezeichnete das Bauvorhaben als weiteren großen Schritt für die Agrarforschung im Land Brandenburg und würdigte in ihrer Rede die sowohl internationale als auch regionale Bedeutung des ZALF: „Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung arbeitet an wissenschaftlichen Themen von internationaler Relevanz: Die Sicherung der Ernährung einer weiter wachsenden Weltbevölkerung und gleichzeitig die Wiederherstellung und der Schutz von Landökosystemen und ihrer nachhaltige Nutzung sind globale Themen. Das Haus der Kulturbiomforschung wird dem ZALF noch bessere Möglichkeiten für seine Arbeit eröffnen.“

Weiter sagte Ministerin Münch: „Mit den drei agrarwissenschaftlichen Instituten – dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung, dem Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie und dem Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau – sowie mit den ebenfalls hoch renommierten Forschungseinrichtungen im Bereich der Geo- und Klimaforschung und unseren Hochschulen haben wir im Land Brandenburg eine geballte wissenschaftliche Kompetenz, was Nachhaltigkeit angeht. Die leistungsfähige Agrarforschung ist auch regional von erheblicher Bedeutung: Brandenburgs landwirtschaftlich genutzte Flächen gehören zur Identität des Landes und sind zugleich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Wissenschaft hilft, dass unsere Landwirtschaft die Herausforderungen der Zukunft meistern kann.“

Das Haus der Kulturbiomforschung wird zu 80 Prozent durch die Europäische Union im Rahmen des Programms „Förderung der Infrastruktur für Forschung, Entwicklung und Innovation aus dem EFRE (InfraFEI)“ und zu 20 Prozent aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg finanziert.

Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 4 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für  2020 geplant. Im Gebäude sind unter anderem 10 Labore, 8 Büros sowie ein großer Seminar- und Besprechungsraum vorgesehen.  Im Zentrum der Forschungen in dem neuen Gebäude stehen die integrierte Betrachtung der produ­zierten Kulturpflanzen, in ihrer Wechselwirkung mit biologischen Partnern, wie Mikro­­orga­nismen, und anderen Pflanzen und den jeweiligen Boden- und Standort­bedingungen.

Der Forschungsstandort in Müncheberg feiert in diesem Jahr sein 90. Jubiläum.  Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) wurde 1992 gegründet; es beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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