21.03.2018Landesmuseum für moderne Kunst zu Gast in Potsdam

Neues Fenster: Bild - Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst - vergrößern ©Marlies Kross

Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch hat heute gemeinsam mit der Direktorin des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst, Ulrike Kremeier, die Ausstellung ‘Von (Wesens)Verwandtschaften und (Gleich)Artigkeiten‘ mit Werken aus der Sammlung des Museums im Kulturministerium in Potsdam eröffnet. „Ich freue mich, dass wir mit dieser kleinen Auswahl von Werken das im vergangenen Jahr neu errichtete Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst erstmals in der Landeshauptstadt präsentieren können. Die ausgewählten fotografischen Arbeiten und Grafiken beschäftigen sich insbesondere mit der Verortung von Menschen oder Figuren in räumlichen Kontexten – und geben damit spannende Einblicke in das Denken und Fühlen der Künstlerinnen und Künstler, die zum großen Teil sowohl in der DDR als auch danach künstlerisch aktiv waren und sind. Die Ausstellung kann nur ein sehr kleiner Ausschnitt aus der Sammlung sein und soll vor allem Lust darauf machen, das Landesmuseum an seinen Standorten in Cottbus und Frankfurt (Oder) zu besuchen und zu entdecken“, so Ministerin Münch. „Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk in Cottbus und das Museum Junge Kunst in Frankfurt (Oder) haben in den vergangenen Jahrzehnten beeindruckende Kunstsammlungen vorrangig ostdeutscher Kunst zusammengetragen. Mit dem 2017 daraus gebildeten Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst an zwei Standorten mit einer verstärkten Landesfinanzierung können sich die beiden Museen zeitgenössischer Kunst künftig gemeinsam weiterentwickeln und zu einer neuen außergewöhnlichen Kulturinstitution für Bildende Kunst im Land und darüber hinaus werden.“

Die aktuelle Ausstellung im Kulturministerium, in der Werke von Tina Bara, Gerd Bonfert, Kurt Buchwald, Klaus Elle, Moritz Götze, Frieder Heinze, Wolfgang Henne, Ulrich Lindner, Michael Morgner, Manfred Paul, Ludwig Rauch, Michael Schade, Maria Sewcz, Hans Ticha und Claus Weidensdorfer zu sehen sind, verknüpft Fotografie und Grafik miteinander. Sie fokussiert sich auf Fragen nach Konstruktions-, Inszenierungs- und Repräsentationsmodalitäten von Raum und Figur. Das Zusammenspiel der Werke mit ihren unterschiedlichen Bildkonzepten und Ausdrucksformen ist geprägt durch das permanente Ausloten der Übergänge von Figuration und Abstraktion, die sich aus der Darstellung des Menschen entwickeln. Dreh- und Angelpunkt der Präsentation ist die Figur in räumlichen Zusammenhängen und unter den gesellschaftlichen Bedingungen, die ‘(Wesens)Verwandtschaften‘ ebenso wie ‘(Gleich)Artigkeiten‘ sichtbar machen. Kennzeichnend für die Sammlung ist der Schwerpunkt ‘Kunst aus der DDR‘ sowie Traditionslinien ostdeutscher Kunst nach 1990 im internationalen Kontext. Die Ausstellung ist bis zum 04. Mai, montags bis freitags von 07.00 Uhr bis 18.00 Uhr, im zweiten Stock des Kulturministeriums zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Aus den beiden Museen Dieselkraftwerk (dkw) und Junge Kunst (MJK) wurde am 01. Juli 2017 das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst an den beiden Standorten Cottbus und Frankfurt (Oder). Das neue Landesmuseum mit seinen insgesamt mehr als 35.000 Kunstwerken wurde rechtlich in die Trägerstruktur der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) eingegliedert.  Gründungsdirektorin des neuen Museums ist die frühere dkw-Leiterin Ulrike Kremeier. Das Land hat seine Finanzierung für die neue gemeinsame Einrichtung um rund 450.000 Euro auf 1,3 Millionen Euro jährlich erhöht.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur zeigt regelmäßig Ausstellungen. Zuletzt waren die Ausstellungen ‘Sehsucht Potsdam‘ der Malerin Ute Manoloudakis, ‘Die Zukunft liegt im Wasser‘ des Vereins proWissen Potsdam, ‘Theorie & Praxis‘ mit Malerei, Zeichnungen und Objekten von Jan Beumelburg, ‘Kaum zu glauben!‘ mit Arbeiten von Karikaturisten aus ganz Deutschland, ‘Gottesgnaden‘ mit Malerei und Zeichnung von Bettina Hünicke und ‘Bruder Luther‘ des Kleinmachnower Malers, Grafikers und Cartoonisten Rainer Ehrt, zu sehen.

Weitere Informationen: www.blmk.de

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