16.03.2018Viadrina-Historiker erhält Preis der Leipziger Buchmesse

Neues Fenster: Bild - Viadrina neu - vergrößern © Heide Fest (Europa-Universität Viadrina)

Wissenschaftsministerin Martina Münch gratuliert dem emeritierten Historiker der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Prof. Dr. Karl Schlögel, zum Erhalt des mit 15.000 Euro dotierten Preises der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch/Essayistik. „Der Erhalt eines der bedeutendsten Literatur-Preise Deutschlands ist ein großartiger Erfolg und eine Anerkennung sowohl für die wissenschaftliche als auch für die literarische Arbeit von Prof. Karl Schlögel. Bereits 2016 hatte er mit dem Preis des Historischen Kollegs die wichtigste deutsche Auszeichnung für Historiker erhalten. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Osteuropa ist heute wichtiger denn je – wer aktuelle politische Entwicklungen in osteuropäischen Ländern wie Polen oder der Ukraine verstehen will, muss sich fundiert und differenziert mit ihrer Geschichte auseinandersetzen. Karl Schlögel liefert dafür beeindruckende Studien“, so Münch. „Die Auszeichnung ist zudem auch eine Würdigung für die Viadrina in Frankfurt (Oder) und belegt ihre Ausnahmestellung als wichtige wissenschaftliche Einrichtung in Brandenburg und Brückenbauerin in den osteuropäischen Raum.“

Karl Schlögels literarischer Streifzug durch die Sowjetunion von 1917 bis 1991 wurde von der Jury als „meisterhaft erzählte und zugleich denkbar originelle Geschichtsschreibung“ bezeichnet. In der 2017 erschienen Monographie ‘Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt‘ untersucht er die sowjetische Welt – von den Paraden der Macht bis zu den Objekten und Ritualen des Alltags. Der Autor stellt die Sowjetunion als ‘Lebensform‘ dar, die in allen Bereichen – ob im Mobiliar, im Duft des Parfums oder der Stimme des Radiosprechers – ihre Spuren hinterlassen hat. Karl Schlögel hatte von 1994 bis 2013 die Professur für osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) inne. Im Jahr 2016 erhielt der Experte für osteuropäische Geschichte den Preis des Historischen Kollegs für seine Monografie ‘Zwischen Terror und Traum – Moskau 1937‘ aus dem Jahr 2008. Für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 war mit Prof. Andreas Reckwitz ein weiterer Wissenschaftler der Europa-Universität Viadrina nominiert.

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