20.03.2018„Geistliches Zentrum von überregionaler Bedeutung“

Neues Fenster: Bild - Stift Neuzelle 3 - vergrößern ©Andreas Tauber

Von der vorgesehenen Wiederansiedlung der Zisterzienser-Mönche in Kloster Neuzelle erwarten sich die Katholische Kirche und das Land Brandenburg die Stärkung des Standorts als einem „geistlichen Zentrum von überregionaler Bedeutung“.

Bei ihren turnusmäßigen Beratungen versicherten sich Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, Bischof Wolfgang Ipolt (Bistum Görlitz) und Erzbischof Dr. Heiner Koch (Erzbistum Berlin) der Zusammenarbeit in der Sozial- und Regionalpolitik. Land und Kirche wollen die Kooperation unter anderem im Bereich Fachkräftemangel bei Pflege, sozialer Arbeit und Erzieherinnen/Erzieher ausbauen. Auch den Strukturwandel in der Lausitz will man gemeinsam gestalten.

Ministerpräsident Woidke: „Ich danke der Katholischen Kirche und ihren Pfarrgemeinden für das große soziale Engagement in Brandenburg. In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens nehmen Land und Kirche bereits gemeinsam Verantwortung wahr. Wir arbeiten gut zusammen auf der Suche nach Lösungen für drängende Probleme. Die Landesregierung ist auch sehr erfreut über die Absicht der Katholischen Kirche, Kloster Neuzelle als Priorat der Abtei Heiligenkreuz im Stift Neuzelle wiederzugründen und dort Mönche anzusiedeln. Das knüpft an die lange klösterliche Tradition Neuzelles an. Für die Gestaltung des Strukturwandels in der Lausitz brauchen wir Verbündete. Dazu zähle ich neben den vielfältigen regionalen Initiativen, der Bundesregierung und der EU auch die Kirchen. Ein wichtiger Meilenstein ist der in wenigen Wochen beginnende ‚Leitbild- und Beteiligungsprozess‘. Alle, denen die Zukunft der Lausitz am Herzen liegt, sind aufgerufen, sich hieran zu beteiligen.“

Bischof Ipolt: „Neuzelle ist seit Jahrzehnten das Ziel unserer jährlichen Bistumswallfahrten – und das geistliche Zentrum des Bistums Görlitz. Ich freue mich, wenn es 750 Jahre nach der Gründung des Klosters gelingt, erneut Zisterzienser-Mönche hier anzusiedeln. Dieser Ort wird dadurch als geistliches Zentrum an Strahlkraft gewinnen und, wie ich hoffe, darüber hinaus auch kulturell weit über Neuzelle hinaus ausstrahlen können. Neben der christlichen Botschaft zeigen Orden, zeigt die Kirche, immer auch den Hintergrund humanistischer Werte auf, die zu vermitteln ich gerade in der heutigen Zeit als überaus wichtig erachte, besonders an junge Menschen. Ich danke besonders dem Land Brandenburg für alle Unterstützung bei diesem Neu-Beginn.“

Erzbischof Koch: „Damit Kloster Neuzelle als Leuchtturm des Glaubens und der Kultur in Brandenburg lebendig wird, braucht es vor allem Menschen, die die Botschaft dieses Ortes mit Überzeugung leben. Die vorgesehene Rückkehr von Mönchen an diesen Ort jahrhundertelanger zisterziensischer Tradition ist deshalb eine einmalige Chance. Sie ist ein Beitrag zur Steigerung der religiösen Lebensqualität, die gerade in diesem Teil Brandenburgs unterdrückt wurde und deren Auswirkungen bis heute spürbar sind.“

Kulturministerin Martina Münch: „Das Zisterzienser-Kloster Neuzelle ist ein herausragendes kulturgeschichtliches Ensemble und zieht als Barockjuwel jedes Jahr zahlreiche Besucher auch aus fernen Ländern an. Das 750-jährige Jubiläum mit rund 100 Veranstaltungen wird für eine zusätzliche Attraktion in diesem Jahr sorgen. Auch die geplante Wiederansiedlung von Zisterzienser-Mönchen trägt zur weiteren, nachhaltigen Profilierung des Ortes bei.“

Auf Einladung der Bischöfe von Görlitz und Berlin, Wolfgang Ipolt und Heiner Koch, war die Landesregierung Brandenburg unter Leitung von Ministerpräsident Woidke mit der Leitung des Erzbistums Berlin und des Bistums Görlitz in Kloster Neuzelle zu ihren turnusmäßigen Beratungen zusammengekommen.

Für das Land Brandenburg sind das Erzbistum Berlin und das Bistum Görlitz zuständig. Dabei gehört der größere Teil Brandenburgs zum Erzbistum Berlin, der Südosten Brandenburgs, insbesondere die Lausitz, gehört zum Bistum Görlitz.

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