14.03.20188 Millionen Euro zur Förderung der Kreativwirtschaft

Neues Fenster: Bild - Martina Münch - vergrößern ©Die Hoffotografen GmbH

Die Kultureinrichtungen und Unternehmen der Kreativwirtschaft werden weiter gestärkt: Sie können ab sofort ihre Anträge zur Förderung von Projekten im Rahmen des gemeinsamen Förderprogramms ‘Kompetenzentwicklung in Kultur und Kreativwirtschaft‘ des Wirtschaftsministeriums und des Kulturministeriums bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) unter www.ilb.de/de/arbeit/uebersicht-der-foerderprogramme/foerderung-der-kultur-und-kreativwirtschaft einreichen. Die erste Antragsrunde wurde im Februar 2017 gestartet, die zweite Antragsrunde läuft vom 12. März bis 15. April 2018. Insgesamt stehen mehr als 8 Millionen Euro aus dem Operationellen Programm des Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums für die laufende Förderperiode von 2014 bis 2020 für die Förderung der Kultur und der Kreativwirtschaft zur Verfügung.

Kulturministerin Martina Münch: „Ich freue mich, dass wir die erfolgreiche Projektförderung im Kulturbereich auch 2018 fortführen können. Mit dem ESF-Förderprogramm wollen wir dazu beitragen, Angebote kultureller Akteure und Institutionen mit Blick auf den Kulturtourismus oder den Kunstmarkt zu verbessern. So sollen Netzwerk- und Kooperationsstrukturen lokal, regional und landesweit ausgebaut werden, um gemeinsam innovative Geschäftsideen und neue Produkte zu entwickeln. Die Kultur und die Kreativwirtschaft sind wichtige Impulsgeber für die Wirtschaft in Brandenburg, machen den Standort attraktiver und strahlen auf den Kulturtourismus aus: Ein erheblicher Teil der Touristen kommt wegen der attraktiven Kulturangebote in unser Land – mit diesem Pfund müssen wir noch stärker wuchern.“

Wirtschaftsminister Albrecht Gerber: Die Kultur und Kreativwirtschaft ist mit mehr als 27.000 Erwerbstätigen eine wichtige Branche in Brandenburg und ein starker Motor für Innovationen. Die rund 12.000 Unternehmen setzen jedes Jahr etwa 1,4 Milliarden Euro um. Aufgrund der wachsenden wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung hat sich die Branche zu einem immer größer werdenden Handlungsfeld entwickelt. Ihre Akteure gehören zu wesentlichen Impulsgebern. Diese gute Entwicklung möchten wir weiterhin intensiv unterstützen.“

Tillmann Stenger, Vorsitzender des Vorstandes der ILB: „Bereits die erste Antragsrunde des Programms im Jahr 2017 wurde sehr gut angenommen. Wir konnten insgesamt 13 Vorhaben mit Fördermitteln in Höhe von 3,8 Millionen Euro unterstützen, die zu Investitionen in Höhe von 4,1 Millionen Euro im Land Brandenburg führen werden. Die geförderten Vorhaben sind hochspannend. So wird zum Beispiel der Aufbau eines speziellen Film-Portals gefördert, das die Cottbuser Innenstadt in verschiedenen historischen Epochen erlebbar machen wird. Für die zweite Antragsrunde hoffen wir erneut auf eine gute Nachfrage und interessante Projekte.“

Antragsteller müssen für ein Projekt mindestens 20 Prozent eigene Mittel bereitstellen. Die Projekte mit einer Laufzeit von 1 bis 3 Jahren müssen einen finanziellen Umfang von mindestens 25.000 Euro und maximal 150.000 Euro haben. Schwerpunkt der zweiten Antragsrunde ist die Förderung von Projekten, die neue Produkte und Angebote entwickeln, die die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Kultur und Kreativunternehmen erhöhen sowie ihre Beschäftigungsverhältnisse und Unternehmensstrukturen stabilisieren und ausbauen.

Im vergangenen Jahr wurde – neben der Förderung von Einzel-Projekten von Akteuren der Kultur und der Kreativwirtschaft – die Brandenburger Agentur für Kultur und Kreativwirtschaft gegründet. Sie bietet Beratungs- und Coaching-Leistungen für Kultureinrichtungen und Kreativunternehmen im Land Brandenburg an, damit Netzwerk- und Kooperationsstrukturen ausgebaut, neue Absatzmärkte erschlossen sowie innovative Geschäftsideen und Produkte entwickelt werden können.

Beispielhafte Projekte aus der abgelaufenen ESF-Förderperiode von 2007 bis 2013 waren

  • das Projekt ‘Musik-Vermittlung ins Land‘ der Kammerakademie Potsdam, bei dem Schulen und andere Bildungseinrichtungen Workshops und Konzerte zur Vermittlung von klassischer Musik buchen konnten,
  • das Projekt ‘Für Finsterwalde‘ des Vereins Sängerstadtmarketing zum Aufbau eines kulturtouristischen Zentrums im Schloss Doberlug, um die Sängerstadt und die Region touristisch attraktiver zu machen sowie
  • das Projekt ‘Kunst Kooperative Wirtschaft‘ einer Kulturmanagerin, um die Potentiale der Kreativwirtschaft in den Kreisen Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und Oberhavel zu stärken.

Weitere Informationen: www.ilb.de

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