14.03.2018Wilhelm-Foerster-Preis für Hans Oleak

Neues Fenster: Bild - Martina Münch - vergrößern ©Die Hoffotografen GmbH

Kultur- und Wissenschaftsministerin Martina Münch hat heute den Potsdamer Astrophysiker Prof. Hans Oleak anlässlich seiner Auszeichnung mit dem diesjährigen Wilhelm-Foerster-Preis der Urania Potsdam als ausgezeichneten und hoch engagierten Wissenschaftler gewürdigt. „Hans Oleak ist ein Wissenschaftler aus Leidenschaft und Wissenschaftskommunikator mit Begeisterung. Er hat sich in den vergangenen mehr als sechs Jahrzehnten um die Astrophysik und die Wissenschaft in Potsdam sehr verdient gemacht. Er hat mit dazu beigetragen, dass sich die Forschungslandschaft in Brandenburg und Berlin nach der Friedlichen Revolution zu einer der leistungsfähigsten Wissenschaftsregionen Deutschlands entwickelt hat. Die jüngsten Potsdamer Erfolge, etwa die Beteiligung beim Nachweis der Gravitationswellen, haben die Spitzenstellung unserer Wissenschaft gerade erst wieder eindrucksvoll bestätigt“, so Münch. „Besonders hervorzuheben sind das herausragende Engagement von Hans Oleak für die Potsdamer Urania: Seit den 1990er Jahren hat er die Urania über mehr als 20 Jahre maßgeblich mitgestaltet und geprägt. Professor Oleak hat Führungen, Ausstellungen und Vorträge über zahlreiche aktuelle wissenschaftliche Fragen initiiert und mit außergewöhnlichen Veranstaltungen besondere Akzente gesetzt. Damit hat er einen beeindruckenden Beitrag zur Grundidee der Urania geleistet, Erkenntnisse der Wissenschaft einem breiten Publikum zugänglich zu machen und zu zeigen, wie vielfältig, spannend und faszinierend Wissenschaft und Forschung sind. Ich gratuliere ihm sehr herzlich zum Wilhelm-Foerster-Preis.“

Der 1930 im oberschlesischen Bielitz geborene Hans Oleak studierte Physik mit dem Schwerpunkt Astrophysik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Im Jahr 1956 begann er seine wissenschaftliche Tätigkeit an der Sternwarte Potsdam-Babelsberg, 1973 erfolgte die Promotion. 1981 wurde er durch die Akademie der Wissenschaften zum Professor berufen. Von 1990 bis 1995 lehrte er an der neu errichteten Universität Potsdam und der Humboldt-Universität zu Berlin. 1990 gehörte der Astrophysiker zu den Mitbegründern der Europäischen Astronomischen Gesellschaft und 1991 zu den ersten Mitgliedern des neu gegründeten Urania-Vereins in Potsdam, dessen Vorsitz er von 1995 bis 2005 innehatte.

Die Urania Potsdam engagiert sich seit rund 120 Jahren mit vielfältigen Veranstaltungen dafür, dass wissenschaftliche Themen und Erkenntnisse einer breiteren Öffentlichkeit bekannt werden. Mit dem vom Urania-Verein Potsdam seit 1993 jährlich verliehenen Wilhelm-Foerster-Preis werden Forscherinnen und Forscher geehrt, die ihr Wirken einem breiten Publikum in besonders anschaulicher Art und Weise vermitteln. Wilhelm Foerster (1832 bis 1921), der Namensgeber des Preises, war Direktor der Berliner Sternwarte und hatte entscheidenden Anteil an der Gründung des Astrophysikalischen Observatoriums auf dem Telegrafenberg im Jahre 1874, einer der Vorläufer des heutigen Leibniz-Institutes für Astrophysik Potsdam. Im vergangenen Jahr erhielt Saskia Hüneke, Kustodin der Skulpturen­sammlung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, die Auszeichnung.

Weitere Informationen: www.urania-potsdam.de

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