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20.12.2017Einigung für Park Babelsberg und Potsdamer Seesportclub

Neues Fenster: Bild -  - vergrößern Dorgerloh, Münch, Jakobs

Kulturministerin Martina Münch, der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Jann Jakobs, und der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Hartmut Dorgerloh, haben auf der heutigen Sitzung des Stiftungsrates in Potsdam eine Vereinbarung zum weiteren Umgang mit den Flächen im Park Babelsberg unterzeichnet. Dabei wurden folgende Punkte verabredet:

  • Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) bietet dem Potsdamer Seesportclub eine Verlängerung des Mietvertrags bis zum
    30. September 2018 an.
  • Eine Arbeitsgruppe mit allen Beteiligten wird unter Federführung der Stadt bis zum 30. Juni 2018 die notwendigen Umsetzungsschritte zur Neugestaltung der betroffenen Flächen im Babelsberger Park definieren.
  • Auf der Grundlage dieser Ergebnisse werden die SPSG und die Stadt Potsdam bis zum 30. September 2018 eine Verwaltungsvereinbarung über die Neuordnung der Flächen im Babelsberger Park abschließen.
  • Auf Basis dieser Vereinbarung wird die SPSG dem Potsdamer Seesportclub zum
    01. Oktober 2018 eine weitere Verlängerung des Mietvertrags anbieten, dessen weitere Laufzeit vom Ergebnis der Arbeitsgruppe abhängt.
  • Ziel ist, den Flächentausch im Park Babelsberg zwischen der SPSG und der Stadt Potsdam bis zum 31. Dezember 2021 zu vollziehen.
  • Die erheblichen Investitionskosten werden zwischen den Beteiligten aufgeteilt. Die SPSG übernimmt die Abrisskosten der derzeitigen Gebäude des Seesportclubs, die Landeshauptstadt finanziert die Verlagerung des Strandbades und strebt für ein neues Sportfunktionsgebäude eine Förderung des Landes an.

Kulturministerin Martina Münch begrüßt die Einigung und dankte allen Beteiligten für die konstruktiven Gespräche: „Ich freue mich, dass wir den Weg für eine gemeinsame Lösung aller Beteiligten gefunden haben, die sowohl den Belangen des einzigartigen Gartendenkmals im Park Babelsberg als auch den Interessen der Stadt und der betroffenen Nutzer gerecht wird. Wir werden in der Arbeitsgruppe mitarbeiten und die Stadt bei der Antragstellung auf Landesförderung für einen möglichen Neubau des Potsdamer Seesportclubs unterstützen.“

Der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Jann Jakobs: „Ich freue mich, dass wir vorerst eine Übergangslösung für den Seesportclub gefunden haben und sich alle Seiten ihrer Verantwortung bewusst sind. Die Neuordnung der Flächen am Rande des Babelsberger Parks ist eine Aufgabe für mehrere Jahre, da nur ein Zug-um-Zug-Verfahren denkbar ist. Wichtig bleibt, dass am Ende ein funktionierendes und modernisiertes Strandbad für die Potsdamerinnen und Potsdamer entsteht und wenn möglich der Seesport am Standort eine Zukunft erhält.“

Der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Hartmut Dorgerloh: „Mit dieser Vereinbarung zum weiteren Verfahren besteht eine gute Chance, durch die Neuordnung der Grundstücke des Strandbads und des Potsdamer Seesportclubs im Babelsberger Park eine für alle Beteiligten vorteilhafte Lösung zu erreichen. Ziel muss es sein, sowohl den Interessen der Potsdamerinnen und Potsdamer als auch den denkmalpflegerischen Belangen in der Kernzone des UNESCO-Welterbes gerecht zu werden. In diesem Sinne wird die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg konstruktiv in der Arbeitsgruppe mitwirken.“

Hintergrund:

Das Mietverhältnis der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg mit dem Potsdamer Seesportclub e.V. über die Nutzung eines Gebäudes und angrenzender Flächen im Park Babelsberg läuft nach 20-jähriger Nutzung offiziell zum 31. Dezember 2017 aus. Das nicht zum Denkmalbestand gehörende Gebäude soll künftig abgerissen werden, die dazugehörige Fläche von der Stiftung an die Stadt Potsdam zur Verlagerung des Strandbades im Park Babelsberg übergehen. Diese übergibt im Gegenzug die ihr gehörende und bisher als Strandbad genutzte Fläche an die SPSG. Damit werden künftig nicht nur gartendenkmalpflegerische Wiederherstellungsmaßnahmen wie etwa die historische Wegeführung möglich, sondern auch deutliche Verbesserungen der Zugänglichkeit und der Infrastruktur des Strandbades mit Umkleiden und Sanitäreinrichtungen erreicht. Die Stiftung will auf dieser Fläche die historische Wegeführung und somit das Gartendenkmal im Bereich des bisherigen Strandbades wieder herstellen. Für den Potsdamer Seesportclub soll an geeigneter Stelle ein dauerhafter Platz gefunden werden.

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