28.05.2015Internationale Nachwuchsforscher auf Spuren der Sorben -Wissenschaftsministerium lädt Teilnehmer des Postdoc-Stipendien-Programms „BRAIN“ in den Spreewald ein

Das Wissenschaftsministerium lädt die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des brandenburgischen Postdoc-Stipendien-Programms „BRAIN – Brandenburg Research Academy and International Network“ am Freitag, den 29. Mai 2015, in den Spreewald ein. Der Ausflug auf den Spuren der Sorben/Wenden im Land Brandenburg ist Teil des Willkommens-Programms für die internationalen Forscherinnen und Forscher.

Wissenschaftsministerin Sabine Kunst verweist darauf, dass das brandenburgische Postdoc-Stipendien-Programm „BRAIN“ ein wichtiger Baustein bei der Internationalisierungsstrategie des Landes ist. „Das vom Land gemeinsam mit den Hochschulen entwickelte Stipendienprogramm ist in dieser Form bundesweit einmalig. Ich freue mich, dass wir mit BRAIN eine attraktive Möglichkeit für hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt geschaffen haben, zwei Jahre lang an Hochschulen des Landes zu forschen und zu lehren und dabei die Stärken und Potenziale der Brandenburgischen Wissenschaftslandschaft kennenzulernen. BRAIN trägt damit zu einer noch stärkeren Internationalisierung der brandenburgischen Hochschullandschaft bei“, so Ministerin Kunst. „Der Ausflug in den Spreewald bietet insbesondere für die beiden BRAIN-Stipendiaten Giovanni Picker und Boban Arsenijevic neben weiteren kulturellen Eindrücken ihres Gastlandes zugleich konkrete Anknüpfungspunkte für ihre Forschung.“ Giovanni Picker ist Soziologe und Minderheitenforscher aus Italien und Boban Arsenijevic Linguist und Spezialist für slawische Sprachen aus Serbien.

Das Stipendienprogramm „BRAIN – Brandenburg Research Academy and International Network“ richtet sich an internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im Rahmen des Programms für zwei Jahre gefördert werden. Das Programm wurde gemeinsam mit den brandenburgischen Hochschulen konzipiert und wird im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms (COFUND / Marie-Curie-Maßnahmen) durch die EU kofinanziert.

Drei Nachwuchswissenschaftlerinnen und sieben Nachwuchswissenschaftler haben sich im vergangenen Jahr im BRAIN-Bewerbungsverfahren durchgesetzt. Sie kommen aus Australien, Frankreich, Indien, Italien, Kamerun, den Niederlanden, Pakistan, Portugal, Serbien und Spanien. Gasthochschulen sind die Universität Potsdam, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, die Europa Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und die Technische Hochschule Wildau. Der offizielle Auftakt von BRAIN war im Dezember 2014. Die Themen der Forschungsprojekte der Wissenschaftler sind vielfältig: Sie reichen von der Erforschung eines Impfstoffes gegen Salmonellen, über die Diagnose und Therapie der Infektionskrankheit Leishmaniose bis zur Entstehung skandinavischer Hochplateaus, oder zur Rolle örtlicher Verwaltungen in Afrika bei Maßnahmen zum Klimawandel.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten während ihres Stipendienaufenthaltes Gelegenheit, an einem umfangreichen Begleitprogramm teilzunehmen. Dazu gehören Fortbildungs- und Coaching-Angebote zum Erwerb ergänzender Qualifikationen und ein vielfältiges Veranstaltungsangebot mit Symposien, Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen. Ein Ziel des Programms ist, dass die Stipendiaten und ihre Heimat-Hochschulen auch über die Dauer des Stipendiums hinaus die Kontakte zu den Brandenburger Wissenschaftseinrichtungen beibehalten und pflegen.

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