24.02.2015„Prof. Ernst Sigmund hat den Aufbau der brandenburgischen Wissenschaftslandschaft maßgeblich mitgestaltet“ Wissenschaftsministerin Kunst würdigt Verdienste des verstorbenen früheren Cottbuser BTU-Präsidenten

Wissenschaftsministerin Sabine Kunst hat den am gestrigen Montag verstorbenen früheren Präsidenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU), Prof. Dr. rer. nat. Ernst Sigmund, als herausragenden Wissenschaftler und Wissenschaftsmanager gewürdigt: „Mit Professor Ernst Sigmund verliert Brandenburg einen seiner prägendsten Wissenschaftler und Wissenschaftsmanager. Er hat den Aufbau der brandenburgischen Wissenschaftslandschaft in den 90er Jahren maßgeblich mitgestaltet. In seiner Zeit als Präsident der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus formte er den Universitätscampus, beförderte zahlreiche Kooperationen der Hochschule mit Weltkonzernen wie Rolls Royce und Vattenfall und trug dazu bei, dass die BTU als eine der ersten Technischen Universitäten die Umstellung auf die moderne Bachelor/Master-Struktur vollendete. Nicht zuletzt implementierte er eine Reihe erfolgreicher englischsprachiger Master-Studiengänge, die bis heute zahlreiche ausländische Studierende nach Cottbus ziehen. Professor Ernst Sigmund war ein Motor der Region – er blieb bis zu seinem Tode der Lausitz treu und leitete unter anderem ein von ihm gegründetes Unternehmen, das sich mit der Entwicklung von Motoren befasst. Das Land Brandenburg ist ihm zu großem Dank verpflichtet und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“

Prof. Dr. Ernst Sigmund wurde am 27. April 1946 in Esslingen geboren. Der Physiker wurde im Jahr 1993 auf den Lehrstuhl Theoretische Physik der BTU Cottbus berufen, 1994 wählte die Fakultät Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik ihn zu ihrem Dekan. Von 1996 bis 2006 war er Rektor bzw. Präsident der BTU Cottbus. Die wissenschaftlichen Arbeitsgebiete von Prof. Sigmund umfassten die Transporttheorie in niederdimensionalen Systemen, die Elektronik in molekularen Strukturen und die Hochtemperatursupraleitung in keramischen Materialien. Im Jahr 2003 gründete er in Cottbus die Firma Wankel SuperTech GmbH. Er starb am 23. Februar 2015.

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