Brandenburgisches Ausbildungsförderungsgesetz (BbgAföG)

Auf der Grundlage des Brandenburgischen Ausbildungsförderungsgesetzes (BbgAföG) unterstützt das Land Brandenburg die schulische Bildung von Schülerinnen und Schülern aus einkommensschwachen Familien.

Anspruch auf die Landesausbildungsförderung haben Schülerinnen und Schüler, die den Bildungsgang der gymnasialen Oberstufe oder einen zweijährigen Bildungsgang zum Erwerb der Fachhochschulreife in Vollzeitform besuchen und die ihren ständigen Wohnsitz im Land Brandenburg haben.

Die Höhe der Ausbildungsförderung beträgt monatlich 125 € und wird grundsätzlich für die Dauer des Schulverhältnisses einschließlich der unterrichtsfreien Zeit von Beginn des Monats geleistet, in dem der Eintritt in einen der genannten Bildungsgänge erfolgt.Sie muss zeitnah beantragt werden. Wird der Antrag erst nach Eintritt in den Bildungsgang gestellt, so wird die Landesausbildungsförderung vom Beginn des Monats gezahlt, in dem der Antrag eingereicht wurde.

Für die Feststellung des Anspruchs ist es unerheblich, ob sich die besuchte Schule innerhalb oder außerhalb des Landes Brandenburg befindet und ob es sich um eine Schule in öffentlicher oder freier Trägerschaft handelt.

Wenn sich die Schülerin oder der Schüler in einem der beiden Bildungsgänge befindet, nachweislich finanziell bedürftig ist und nicht bereits Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) erhält, kann eine Anspruchsberechtigung festgestellt werden.

Schülerinnen und Schüler, deren Eltern Kinderzuschlag nach dem Kindergeldgesetz, Wohngeld, Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld, Hilfen zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII bekommen, sind anspruchsberechtigt.

Bei anderen wird die Bedürftigkeit nach Ermittlung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse von den zuständigen Ämtern der Landkreise und kreisfreien Städte berechnet.

(Als Faustregel gilt, dass ein Förderanspruch dann besteht, wenn in einem Haushalt mit einem Kind unter 18 Jahren das monatliche Nettoeinkommen nicht höher als ca. 2.000 Euro oder in einem Haushalt mit zwei Kindern unter 18 Jahren das monatliche Nettoeinkommen nicht höher als ca. 2.500 Euro liegt.)

Der monatliche Zuschuss soll für Ausgaben eingesetzt werden, die im Zusammenhang mit dem Schulbesuch entstehen und nicht durch andere staatliche Zuwendungen gedeckt werden, wie etwa Lernmittel, Fachbücher, die Anschaffung höherwertiger technischer Hilfsmittel wie Notebooks, eintägige Unterrichtsgänge oder Schulfahrten sowie zusätzliche kostenpflichtige Bildungsangebote wie Theaterbesuche und Nachhilfeangebote.

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Für Beratung sowie die Bearbeitung der Anträge und deren Genehmigung sind die für den Wohnsitz der Schülerin bzw. des Schülers zuständigen Ämter für Ausbildungsförderung der Landkreise und kreisfreien Städte verantwortlich. Das zuständige Amt finden Sie in der Online-Antragstellung und in der App BAföGdirekt (für Android und IOS).

Das Land trägt sowohl die Kosten für die Förderbeträge für die Schülerinnen und Schüler als auch die anfallenden Verwaltungskosten.

Wichtige Hinweise:

- Die Ausbildungsförderung kann online beantragt werden. Zwar muss der Antrag weiterhin ausgedruckt und unterschrieben eingereicht werden, jedoch können die gespeicherten Daten für spätere Antragstellungen verwendet werden.

- Die Antragsvordrucke können auf dieser Seite (siehe obere rechte Spalte) heruntergeladen werden und sind bei der zuständigen Stelle des Landkreises oder der kreisfreien Stadt erhältlich.

- Der Förderanspruch gilt frühestens ab dem Monat, in dem der Antrag eingereicht wurde.